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Pferderasse des Monats: Das Fjordpferd

Schon die Wikinger schätzten die Fjordpferde für Ihre Nervenstärke und Robustheit. Wir stellen Euch im Folgenden eine der ältesten und unvermischtesten Pferderassen Europas vor, die sich ungefähr während des Übergangs von der Bronze- in die Eisenzeit in Norwegen ansiedelte.

Herkunft

Aufgrund seiner Herkunft wird das Fjordpferd häufig auch als Norweger bezeichnet und gehört interessanterweise zu den ältesten und zugleich unvermischtesten Pferderassen Europas. Lange Zeit vermutete man, dass es vom Przewalski-Pferd abstammt, mit dem es tatsächlich eine erstaunliche Ähnlichkeit verbindet, jedoch wurde kürzlich in einer genetischen Studie belegt, dass das Przewalski-Pferd kein Vorfahre unserer Hauspferde ist. Höchstwahrscheinlich stammen die Fjordpferde vom primitiven asiatischen Pferd ab. Wissenschaftlich erwiesen ist jedoch nur, dass die Pferde von Osten kommend in der letzten Eiszeit Schweden und Dänemark durchstreiften und  sich schließlich ca. 1200 v.Chr. in Norwegen ansiedelten.

Felszeichnungen zufolge verwendeten die Wikinger im Frühmittelalter die robusten Pferde in ihren Kriegen. Vom züchterischen Standpunkt aus gesehen, ist vor allem interessant, dass sein Urtypus gänzlich erhalten blieb. Sie zählen zu den klassischen „Bergrassen“, die vor allem für ihre vielseitige Einsetzbarkeit bekannt sind.

Exterieur

Vor dem ersten Zuchtprogramm im Jahr 1885 hatte das Fjordpferd deutlich mehr Farbvariationen als die für heute typischen Falben und war mit 1,25m bis 1,30m Höhe deutlich kleiner als die heutigen Züchtungen, die meist zwischen 1,35m und 1,50m liegen. Aus der vorwiegenden Nutzung als Arbeitstier erbte es einen langen, elastischen Rücken, sowie einen kräftigen, tiefen Brustkasten. Kopf und Nüstern sind verhältnismäßig groß, die Beine kurz und stämmig, oft mit Fesselbehang oder Streifen. Der aktuelle Züchtungstrend versucht, die Fjordpferde für den Sport insgesamt und besonders ihre Beine zu verschlanken, wodurch sie allerdings für ausgiebige Wanderritte in schwierigem Gelände oder als Arbeitstiere nicht mehr einsetzbar sind. Typisch ist zudem die zweifarbige (falb-schwarze) Stehmähne, die schon die Wikinger in der heutigen Form ihren Fjordpferden schnitten.

Interieur

Wie die meisten Ponys ist auch das Fjordpferd sehr nervenstark, mutig und ausgeglichen, weshalb es sich (bei entsprechender Korrektur und Konsequenz) auch für Reitanfänger eignet. Dank ihrer Geduld und Gutmütigkeit werden sie auch heutzutage als Therapiepferde eingesetzt, dank ihrer Kraft und Ausdauer als Kutschpferde und ganz traditionell ebenso noch als Arbeitstiere. Da die Ponys spätreif sind, beginnt man üblicherweise erst ca. mit 4-5 Jahren mit der Reit- bzw. Fahrausbildung des Pferdes. Seine allgemeine Gelehrigkeit und Intelligenz wird dann zum Nachteil des Reiters, wenn dieser das Pferd nicht ausreichend beschäftigt oder sich beim Training Fehler einschleichen, denn erziehungsbedingtes Fehlverhalten ist bei dem starken Charakter des Fjords nur sehr schwer korrigierbar. Die vergleichsweise sehr hohe Lebenserwartung liegt bei ca. 30 Jahren.

Haltung

Harte klimatische Bedingungen gewohnt, sind Fjordpferde in der Haltung eher anspruchslos, neigen genau deshalb jedoch auf allzu satten Koppeln sehr schnell zur Fettleibigkeit. Die Fütterung sollte deshalb sehr genau dosiert werden (möglichst nur Raufutter), zusätzliches Kraftfutter ist (außer im Sport) in der Regel nicht nötig. Wie alle anderen Pferde benötigen sie unbedingt Gesellschaft, ausreichend Auslauf und einen Witterungsschutz. Dank ihres dicken Winterfells können sie ganzjährig auf Koppel bzw. im Offenstall gehalten werden.
Sie neigen zu den typischen Ponykrankheiten, die üblicherweise durch falsche Fütterung und ungünstigen Haltungsbedingungen hervorgerufen werden, wie z.B. alle Folgen der Fettleibigkeit (Unverträglichkeiten, Gelenkprobleme und letztlich Schäden am Körperbau), Hufrehe und vor allem Sommerekzem.

Eignung

Heute ist das klassische Fjordpferd ein beliebtes und treues Reitpferd für Wander- und Distanzritte, während es früher hauptsächlich in der Landwirtschaft als Zugpferd genutzt wurde. Auch im Fahrsport ist es aufgrund seiner Kraft und Ausdauer sehr beliebt. Trotz seiner bescheidenen Größe kann es locker einen erwachsenen Mann tragen, die Eignung als „Kinderpferd“ ist jedoch umstritten. Kinder haben zuweilen Probleme, das sehr massive Pony zu dirigieren und die Erziehung des Fjords muss sehr konsequent erfolgen, allerdings macht die Gutmütigkeit des Pferdes diese Eigenschaften wett.

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