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Den Pferderücken richtig trainieren

Ein gesunder Pferderücken benötigt vor allem Eines – eine kräftige Muskulatur. Diese kann nur durch kontinuierliches, dosiertes und exaktes Training aufgebaut werden.

Ein gesunder Pferderücken benötigt vor allem Eines – eine kräftige Muskulatur. Diese kann nur durch kontinuierliches, dosiertes und exaktes Training aufgebaut werden.

Eine der wichtigsten Körperpartien des Pferdes ist der Rücken, denn dieser hat eine ungewohnte Last zu tragen: den Reiter. Im Laufe der Zeit setzen sich bestimmte Bewegungsgewohnheiten und Muskelbilder fest, die sowohl vom Training als auch vom Temperament und der Rasse des Pferdes geprägt werden. Ebenso wichtig für den gesunden Pferderücken sind der Beschlag, die Haltung und Fütterung, sowie ein korrekt sitzender Sattel.

Rückenprobleme erkennen

Auch wenn Vorsorge immer besser ist als Nachsorge: Nehmen Sie bei Ihrem Pferd bestimmte Beschwerden im Bewegungsablauf wahr, sollten Sie überprüfen, ob diese durch Rückenprobleme verursacht werden. Diese können sich beispielsweise dadurch ankündigen, dass das Pferd beim Satteln und Putzen schnappt, die Ohren anlegt oder mit dem Hinterbein austritt. Beim Aufsitzen steht es nicht still, sondern tänzelt. Während des Reitens schlägt es mit dem Kopf, geht gegen die Hand und die Gangarten sind ungleichmäßig. Dressurpferde bewegen sich weniger raumgreifend, Springpferde zeigen ihre Beschwerden, indem sie den Rücken wegdrücken oder Sprünge gänzlich verweigern. Auch das Verfallen in den Kreuzgalopp und mangelnde Aktion auf der Hinterhand können Anzeichen für Rückenbeschwerden sein.

Zeigt Ihr Pferd eine dieser oder ähnliche Verhaltensweisen, so geht kein Weg daran vorbei, es auf mögliche Rückenschmerzen untersuchen zu lassen. Mithilfe einiger Tests stellt Ihr Tierarzt, Hufschmied oder Heilpraktiker etwaige Verspannungen schnell fest.

Mögliche Ursachen

Doch worin liegen mögliche Ursachen für derartige Rückenprobleme? Ganz oben auf der Liste stehen neben Körperbau und traumatischen Ereignissen – meist unbewusste – Fehler im Training. Statt die Tiere langsam heranzuführen, werden sie häufig zu früh mit unangemessenen Anforderungen konfrontiert: Der untrainierte Rücken wird zu schnell zu stark belastet oder das Pferd wird mit zu hohem Hals geritten. Auch eine schlecht angepasste Ausrüstung und eine mangelhafte Hufpflege ziehen Haltungsfehler nach sich. Mangelhafte Erwärmung und zu kurzes Trockenreiten begünstigen nicht nur Muskelkater, sondern auch Verspannungen.

Gleichermaßen wichtig wie das langsame Heranführen des Pferdes an bestimmte Herausforderungen ist eine umfassende Ausbildung des Reiters selbst: Kennt der Reiter mögliche Problemfelder und Fehlerquellen, kann er diesen durch das richtige Verhalten vorbeugen. Auch für bereits bestehende Rückenleiden gibt es Maßnahmen, die Ihnen und Ihrem Tier Abhilfe schaffen.

Lösungen: Mit der richtigen Haltung beginnen

Vor dem eigentlichen Training sollten die Haltungsmöglichkeiten den Bedürfnissen des Pferdes angepasst werden: Anstelle von hoch angebrachten Futtertrögen sollte Ihr Pferd möglichst vom Boden fressen. Mit einem lang gestreckten Hals dehnt es die Rückenmuskeln und entlastet die Wirbelsäule. In der Pferdebox fehlt dem Tier die freie Beweglichkeit, auch wenn sie genügend Platz bietet, damit sich das Pferd problemlos hinlegen oder aufstehen kann. Gerade der Weidegang sorgt durch Bewegung für eine entlastende Haltung. Binden Sie Ihr Pferd an, sollten Sie auf ein elastisches Band zurückgreifen. Jeder Ruck an Strick oder Kette versetzt dem Vierbeiner einen Schlag in die Halswirbelsäule, der sich auf den Rücken überträgt. An der Longe sollte man darauf hinarbeiten, dass das Pferd den Rücken aufwölbt. Durch regelmäßige Longen-Gymnastik wird die Muskulatur gekräftigt, gelockert und gedehnt, sowie die Durchlässigkeit (absolute und sofortige Hilfenakzeptanz und geschwungener Bewegungsfluss) gesteigert.

Training und Reiten wohl dosieren

Der Weg zu einem starken Pferderücken, der das Gewicht des Reiters ohne Probleme trägt, ist nicht zu unterschätzen. Nur durch regelmäßiges Training und gezielte Bewegung bauen sich die nötigen Muskeln langsam auf. Die Bewegung im Offenstall und eine wöchentliche Trainingseinheit decken weder den Bewegungsbedarf des Pferdes, noch kann ein aktiver Muskelaufbau stattfinden. Um den Rücken des Pferdes grundsätzlich zu stärken, bietet sich Bodenarbeit an: Mit Übungen, die das Tier dazu anregen, hinzuschauen und den Kopf zu senken, tragen Sie zu seiner nötigen Entspannung bei und entlasten den Rücken.

Bevor es ans Reiten geht, gilt es verschiedene Vorkehrungen zu treffen: Auch wenn der Sattel bereits an das Pferd angepasst wurde, ist die richtige Passform stets zu überprüfen. Durch Alter und Training verändern sich sowohl der Pferderücken, als auch der Sattel selbst. Sitzt außerdem die Trense schlecht, entzieht sich ihr das Pferd durch Kopfschlagen. Für den Rücken ist es optimal, wenn das Tier seinen Kopf tief anstatt über der Zügellinie trägt. Gehen Sie mit ihm ins Gelände, achten Sie auf einen wechselnden Boden mit Steigungen und leichten Gefällen. Indem Sie mit Ihrem Begleiter viel geradeaus gehen, helfen Sie ihm beim Entspannen.

Sitzen die Verspannungen bereits zu tief, kommt es Ihrem Pferd entgegen, die ersten Trainingseinheiten in die Halle zu verlegen. Anstelle von Volten, engen Biegungen und scharfen Wendungen sind zunächst nur lösende Aufgaben auf langen Linien ratsam. Bei der Arbeit mit Stangen kann sich das Tier auf seine Beine konzentrieren und die Muskeln entspannen lassen.

Um die Rückenmuskulatur kontinuierlich zu stärken, gibt es viele verschiedene Übungen und Tipps. Lesen Sie hier (Artikel kommt), wie Sie steife Pferderücken durch Seitengänge stärken.

Foto: Renate Tröße / pixelio.de

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