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Bodenarbeit (Teil 1)

Voraussetzungen und einfache Übungen: Bodenarbeit dient dazu, das Vertrauen zwischen Pferd und Reiter zu stärken, aber auch Gehorsam und Konzentration zu fördern. Als Abwechslung zum normalen Reittraining bringt es Pferd und Reiter gleichermaßen weiter und erhöht das gegenseitige Verständnis für Körpersprache und Stimmhilfen.

 

Bodenarbeit dient dazu, das Vertrauen zwischen Pferd und Reiter zu stärken, aber auch Gehorsam und Konzentration zu fördern. Als Abwechslung zum normalen Reittraining bringt es Pferd und Reiter gleichermaßen weiter und erhöht das gegenseitige Verständnis für Körpersprache und Stimmhilfen. Verschiedene Verhaltensweisen lassen sich durch zielgerichtete Übungen regelrecht abtrainieren, z.B. das Scheuen vor rot-weißem Flatterband, Regenschirmen oder dem Rascheln der Plane.
Idealerweise beginnt man mit der Bodenarbeit, wenn vorhanden, allein in der Reithalle, um sich zunächst vor äußeren Einflüssen abzuschirmen. Später sollte das Pferd in der Lage sein, alle erfolgreich gemeisterten Übungen unabhängig vom aktuellen Umfeld zu wiederholen und sich trotz Ablenkung voll und ganz auf seinen Trainer zu konzentrieren. Das allerwichtigste bei der Bodanarbeit ist immer: Für jeden noch so kleinen Fortschritt loben, loben, loben und jede Trainingsstunde mit einer erfolgreich absolvierten Übung abschließen, das motiviert Pferd und Reiter gleichermaßen.

Anforderungen an den Trainer

Bei allen Übungen ist die innerliche Haltung des Trainers entscheidend, da sie sich in seiner Körperhaltung manifestieren wird. Wer selbst genervt, gestresst oder unausgeglichen ist, wird diese Stimmung auf das Pferd übertragen. Auch sollte man Lust haben, mit seinem Pferd zu arbeiten, ihm angstfrei und liebevoll, aber auch aufgeschlossen und ein bisschen wachsam gegenüber stehen. Ein flüchtig ausgeführter Versuch unter Zeitdruck richtet mehr Schaden als Nutzen an. Setzen Sie sich realistische Ziele und arbeiten Sie sukzessive. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass man innerhalb weniger Wochen sein Pferd zum Zirkuspferd erzogen hat.

Das Körpergefühl stärken

Beginnen Sie damit, Ihr Pferd von vorne bis hinten mit Ihrer Hand sanft zu berühren, ohne dass sie es am Führstrick festhalten. Das Pferd sollte dabei auch Berührungen an den Ohren, am Maul und an den Augen ohne Scheuen zulassen. Ist diese Übung absolviert, können Sie das Abstreichen mit der Gerte wiederholen. Dabei soll das Pferd lernen, die Gerte nicht als bedrohliches „Erziehungsinstrument“, sondern stattdessen als unterstützende Hilfengebung zu verstehen. Einige Pferde lassen sich sogar recht einfach dazu überreden, die Gerte im Maul ihrem Reiter hinterher zu tragen.

Einfache Anfängerübungen

So abwegig es klingt: Auch das Stillstehen neben dem Trainer sollten manche Pferde üben. Nichts ist lästiger als ein Pferd, das später beim Nachgurten oder bei der Rast im Gelände nicht stehen bleibt. Auch mit Pferden, die beim Anhalten aus dem Schritt unter dem Reiter einfach nicht geschlossen stehen wollen, sollte die Lektion am Boden geübt werden. Dazu hält man das Pferd an und wenn es nicht geschlossen steht, lässt man es einen Schritt nach dem anderen nach vorn machen, bis es schließlich in der gewünschten Position steht. Und dann heißt es wieder: loben, loben, loben und wiederholen.

Schritt laufen: Klingt einfach, doch wenn man sich umschaut, sieht man immer wieder Pferde, die meilenweit hinter Ihrem Reiter hinterher laufen oder versuchen zu überholen. Sollte sich dieses Verhalten manifestieren, muss man auch das Schritt laufen am Zügel üben. Und zwar sollte das Pferd dabei nicht „trotten,“ sondern in einem aktiven Arbeitsschritt (bei englischer Reitweise) rechts vom Führenden und mit dem Kopf auf Schulterhöhe des Trainers laufen. Später kann man die Führpositionen wechseln, um dem Pferd zu vermitteln, in jeder Führkonstellation den gleichen Respekt vor dem Führenden an den Tag zu legen.

Anschließend kommt das Rückwärtsrichten: Halten Sie Ihr Pferd an und bedeuten Sie ihm durch einen leichten Zug am Führstrick (Richtung Pferderücken), dass es rückwärts gehen soll. Dabei bleiben Sie immer vor! Ihrem Pferd. Es soll kontrolliert vor Ihnen weichen. Am Anfang können Sie Ihr Pferd mit der Gerte, Ihrem Strick oder der Hand sanft an der Schulter anstubsen, damit es weiß, was es tun soll. Unterstützt man die Übung durch ein bestimmtes stimmliches „Zuuuuuurück“ erreicht man, dass das Pferd im Laufe der Zeit auch bereits auf Stimmbefehl rückwärts läuft.

Gymnastik für's Pferd:

Beim Herausnehmen des Vorderbeines nach vorn werden nicht nur Schulter- und Unterbauchmuskulatur gedehnt, sondern auch das Balancegefühl des Pferdes geschult. Gleichzeitig ist dies eine wichtige Übung, um gutes Verhalten beim Hufschmied zu trainieren.

Ein Leckerli zwischen die Vorderbeine zu halten, bringt das Pferd dazu, den Kopf abzusenken. Rücken- und Nackenmuskulatur werden dabei gedehnt, die Beweglichkeit gefördert und die Durchblutung angeregt.

Die seitliche Halsmuskulatur lässt sich dehnen, indem man sich seitlich mit einem Leckerli neben das Pferd stellt und das Pferd sich „um den Trainer herum wickelt.“

Nächsten Monat geht es weiter mit den nächsten Übungen!

 

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