Verlängertes Widerrufsrecht: Jetzt Geschenke bestellen und bis 05.01.2019 zurück senden!

Wissens-Quickie: Der sichere Ritt im Schnee

Durch traumhaft-glitzernde Schneekulissen zu reiten, ist für viele Reiter ein sehnsüchtiger Wunsch. Und wenn der Schnee dann wirklich da ist, lässt dieser Wunsch schnell vergessen, welche Gefahren das Reiten im Schnee mit sich bringen kann. Damit Sie mit Ihrem Pferd den Schnee richtig genießen können, haben wir hier die wichtigsten Punkte zusammengestellt, auf die Sie achten sollten.

Durch traumhaft-glitzernde Schneekulissen zu reiten, ist für viele Reiter ein sehnsüchtiger Wunsch. Und wenn der Schnee dann wirklich da ist, lässt dieser Wunsch schnell vergessen, welche Gefahren das Reiten im Schnee mit sich bringen kann. Damit Sie mit Ihrem Pferd den Schnee richtig genießen können, haben wir hier die wichtigsten Punkte zusammengestellt, auf die Sie achten sollten.

 

Schnee, Matsch, Eis - Der Untergrund für den Pferdehuf

Der größte „Feind“ für Pferd und Reiter im Winter ist schneebedeckter Untergrund, der unter der Schneedecke überfroren und uneben sein kann und im schlimmsten Fall gefährliche Gegenstände oder gefrorene Pfützen verdeckt. Trab und Galopp auf Schnee sind daher insbesondere dann nicht zu empfehlen, wenn man das Gelände überhaupt nicht kennt. 

Pulverschnee auf einer geraden und griffigen Oberfläche ist im Winter für einen gemütlichen Winterausritt der Idealfall. Jedoch gibt es auch hier einen Nachteil: wird es wieder etwas wärmer, schmilzt Pulverschnee auch schneller und wenn es dann tags-oder nachtüber wieder abkühlt, gefriert der geschmolzene Schnee wieder. Auf dem Boden, der gestern noch ideal zum Reiten war, bildet sich eine gefährliche Eisschicht, die im schlimmsten Fall durch Neuschnee verdeckt wird. Egal wie dick diese Schicht dann auch sein mag, rutschig ist der Boden trotzdem. Sehr feuchter, matschiger Schnee, möglicherweise vermischt mit Schlamm, birgt ebenfalls akute Rutschgefahr, vor allem beim Bergab-Reiten. 

Vorsicht geboten ist auch bei sehr hohem Schnee. Wenn das Pferd bis zum Bauch im nassen Schnee steckt und das Gefühl bekommt, stecken zu bleiben, kann es panisch reagieren. Panik und Befreiungsversuche führen dann zur Erschöpfung. Im wirklichen Ernstfall  sollte man schnell handeln und Hilfe holen, um das Pferd zu befreien.  

Welcher Hufbeschlag für Pferde bei Schnee?

Unbeschlagene Pferde sind im Winter im Vorteil, da die natürlichen Hufe ziemlich griffig sind. Wenn man die Möglichkeit hat und es die Hufbeschaffenheit zulässt, kann man im Winter getrost auf die Eisen verzichten. Allerdings sollte man bedenken, dass ein Barhufer durch die gleichmäßigere Gewichtsverteilung nicht so tief in den Schneematsch einsinkt wie ein beschlagenes Pferd und dadurch auf angetauten Boden umso mehr rutschen könnte. 

Wer sein Pferd beschlagen lässt, sollte auf den richtigen Winterbeschlag achten. Besonders gefährlich ist das sogenannte „Aufstollen“, wenn sich der nasse Schnee und das Eis im Eisen verklumpen - das Pferd sozusagen einen zusätzlichen abgerundeten Eisschuh trägt, mit dem es beim Auftreten keinen Halt mehr hat. Abhilfe schaffen spezielle Gummi Grip-Einlagen, die vom Hufschmied an der Innenseite des Hufeisens angebracht werden und den aufgestollten Schnee beim Abheben des Hufes von selbst herausdrücken. 

Wer keinen speziellen Winterbeschlag mit Grip-Einlagen besitzt, sollte grundsätzlich einen Hufkratzer beim Reiten dabei haben und regelmäßig kontrollieren, dass das Pferd nicht auf einem verklebten Eisklumpen laufen muss.  

Verhalten im Schnee von Reiter und Pferd

Beim Schneereiten ist das Pferd gezwungen, die Beine mehr anzuheben. Geht das Pferd ordentlich an der Hand und durch den Rücken, kann das eine wertvolle, gymnastizierende Wirkung haben. 

Allerdings ist es für unsere Vierhufer viel anstrengender als das Reiten auf normalem Untergrund, weshalb man im Schnee unbedingt die Fitness und Kondition seines Pferdes nicht überschätzen sollte. Am besten, zunächst sehr ruhige und kürzere Strecken im Schnee reiten, um das Pferd konditionell und muskulär nicht zu überfordern. 

Gerade Boxenpferde neigen zu Aufregung, Übermut und Herumtollen, wenn sie „raus in den Schnee“ dürfen. Sie könnten je nach Charakter und Temperament versuchen, die mangelnde Bewegung im Winter durch Buckeln und Losrennen auszugleichen. Das hat dann nichts mit Unartigkeit oder Böswilligkeit zu tun, sondern mit dem Grundbedürfnis des Pferdes nach Bewegung. Und wie bei kleinen Kindern oder Hunden, die das erste Mal im Jahr Schnee sehen und einfach losrennen, wird dieses Grundbedürfnis dann noch verstärkt. Insbesondere Boxenpferden sollte man vor einem (Aus-)Ritt unbedingt die Möglichkeit geben, aufgebaute Anspannung durch Bewegungsmangel frei loslassen zu können– und zwar ohne dass ein Reiter auf dem Rücken unversehrt getragen werden muss!  

FAZIT: Der sichere Ritt im Schnee

Für einen sicheren Ritt in einer Winterlandschaft, sollten Sie folgende Punkte stets beachten: 

  • Bodenverhältnisse überprüfen, 
  • die ersten Ausritte im Schritt genießen, 
  • nur auf sicheren und bekannten Böden antraben oder galoppieren 
  • und vor allem: auf das Pferd hören! 


Pferde können die Bodenverhältnisse oft besser einschätzen als wir Reiter. Also sollte man das Verweigern von Antraben oder Angaloppieren nicht zwangsläufig als Ungehorsam werten. Vielleicht weiß das Pferd es einfach besser als wir. 

EXTRA-HINWEIS: Schnee + Wälzen

Wenn Pferde eines bei Schnee lieben, dann ist es, sich darin zu wälzen! Und selbst noch so gut erzogene Pferde stört dann manchmal auch der Sattel und Reiter auf dem Rücken wenig, wenn sie frischen Schnee unter ihren Hufen spüren. Also: Als Reiter stets wachsam bleiben, sonst gibt es einen „Pferde-Schneeengel“ mit Reiterabdruck im Schnee. 

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Pferdeliebling viel Spaß im Schnee!

 Foto: © Edoma - Fotolia.com

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

Passende Artikel